Gestaltungssatzung - rechtskräftig seit dem 29.06.2000

 

» Gestaltungssatzung

Fragen des Ortsbildes und der Ortsbildgestaltung können durch eine Gestaltungssatzung geregelt werden. Das Ortsbild ist bestimmt von seiner sozialen, wirtschaftlichen sowie kulturellen Geschichte und Gegenwart, geformt von der Architektur seiner Gebäude im Zusammenspiel mit der Straßenführung und dem öffentlichen Raum.

Die Gestaltungssatzung legt die geeigneten Maßnahmen fest, die eine gezielte Ortsbildpflege und eine behutsame Erneuerung des Ortsbildes ermöglichen. Vor allem gilt es, die Spezifik der örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen, um die visuelle Erlebnisqualität des Ortes zu verbessern und gleichzeitig den Erfordernissen struktureller Veränderungen zu genügen.

Ausgehend von einer Analyse der ortsbildprägenden Merkmale der Einzelgebäude und architektonischer Ensemble wird der gestalterische Rahmen für alle das Erscheinungsbild des Ortsbildes beeinflussenden Maßnahmen festgelegt.

Für das Erscheinungsbild im Straßenraum sind von besonderer Bedeutung:

  • die Gebäudestellung
  • die Fassadenbreite und -gliederung
  • die Fassadenoberflächen
  • die Dachform und Dachaufbauten
  • die Ausbildung der Öffnungen
  • die Werbeanlagen


Daher wird in einer Gestaltungssatzung ein entsprechender gestalterischer Rahmen festgelegt, der bei Um-, Erweiterungs- und Neubauten sowie sonstigen baulichen Veränderungen zu beachten ist.

Innerhalb dieses Gestaltungsrahmens bieten sich umfangreiche Möglichkeiten, ein Vorhaben individuell mit Kreativität und Augenmaß auszuführen und dennoch die Identität des Ortsbildes zu bewahren.

Die Stadt Meldorf hat eine solche Gestaltungssatzung auf der Grundlage des § 92 Landesbauordnung Schleswig-Holstein (LBO) bereits im Jahre 1999 erlassen. Seit dem 29.06.2000 ist die Satzung rechtskräftig.
Bei baulichen Maßnahmen im Sanierungsgebiet sind die Vorschriften dieser Satzung zu beachten. Soweit das betroffene Grundstück im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung gelegen ist.

 

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